Unsere Lagen

Ehrenstetter Oelberg

Der südliche Ausläufer des Schönbergmassivs am Ende des Hexentals ist der markante Ehrenstetter Oelberg. Diese weit über die Region hinaus bekannte Weinberglage trägt Kulturboden aus der ältesten Steinzeit, dem sogenannten Magdalenien. Schon 15.000 Jahre vor Christi lebten am steil abfallenden Südosthang Rentierjäger und fertigten Werkzeuge aus Feuerstein, was durch Funde bei den Oelberghöhlen (Teufelskanzel) um 1930 nachgewiesen werden konnte. Die Alemannengräber am Gebirgsrand der Schwarzwald-Vorberge sind ebenfalls Zeugen einer frühen Besiedlung.

Im Jahre 1139 wurde Ehrenstetten erstmals urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich wurden schon damals die West- und Südseite des Oelbergs als Weinbergslage genutzt. Waren es im Mittelalter Rebsorten wie Elbling und Räuschling, so wurde seit 1780 auf der ganzen Fläche Gutedel in fast reinem Satz angebaut. Großflächig angelegte Flurbereinigungen prägten das Bild in den 60er Jahren. Eine Ausnahme bildete dabei das Gewann »Alter Oelberg« – hier wurde keine Flächenumgestaltung vorgenommen, daher ist die Beschaffenheit dort noch sehr ursprünglich und seit vielen Jahrhunderten im unveränderten Zustand. Da viele Parzellen allerdings sehr schwer zu bewirtschaften waren, sind diese inzwischen mit Hecken zugewachsen. Mit den vielen Rainen und alten Trockenmauern hat sich der »Alte Oelberg« im Laufe der Jahre zu einem sehr umfangreichen Biotop für viele Kleintiere und seltene Pflanzen entwickelt. Sicher ein Grund, dass 1996 dieser Teil des Oelbergs als erster Weinberg Badens zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Dies hat zur Konsequenz, dass auch im neuen Jahrtausend keine Veränderung der ursprünglichen Rebberggestaltung vorgenommen werden kann.

Ehrenstetter OelbergEhrenstetter Oelberg
Ehrenstetter Oelberg
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